Zwei Berliner „TATORT-Classics“ laufen bei 3sat

TATORT-Classics

Tatort-Classics bei 3sat - Bildmontage: rbb/WDR/3sat
Tatort-Classics bei 3sat - Bildmontage: rbb/WDR/3sat

Zwei der 16 letztes Jahr aufwändig vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) restaurierten TATORT-Folgen des Vorgängersenders Sender Freies Berlin (SFB) aus den 1970- und 1980er Jahren werden Anfang Juli bei 3sat gezeigt.

Zwei dieser Folgen mit Sendetermin bei 3sat:

3. Juli, 22 Uhr 25:
Rattennest (1972)

4. Juli, 22 Uhr 25:
Transit ins Jenseits (1976)

Die beiden Folgen sind nicht nur historische Zeitdokumente über das geteilte Deutschland/Berlin, sondern auch hochkarätig besetzt. Unter anderen wirkt in beiden Folgen der Berliner Schauspieler Götz George mit, der ab 1981 als Duisburger TATORT-Kommissar Horst Schimanski die Publikumsherzen eroberte. In Transit ins Jenseits spielte auch Marius Müller Westernhagen mit. Ferner sind noch Dieter Hallervorden, Ingrid van Bergen, Willy Semmelroge und Jan Groth zu sehen (Rattennest). Regie bei beiden Folgen führte Günter Gräwert.

Tatort-Classics bei 3sat - Bildmontage: rbb/WDR/3sat
Tatort-Classics bei 3sat – Bildmontage: rbb/WDR/3sat

Eine kleine Sensation

Wiederholungen von TATORT-Folgen sind bei 3sat äußerst selten. Insgesamt liefen bisher dort nur 15 TATORTe in der Wiederholung, davon 5 als Beiträge des Filmfest Baden-Baden.

Die meisten TATORT-Wiederholung bei 3sat sind ORF-Beiträge, darunter 1989 auch eine Wiederholung einer der 13 Folgen, die nur vom Österreichischen Rundfunk (ORF) produziert wurden und in Deutschland nie erstausgestrahlt wurden, also außerhalb der TATORT-Gemeinschaftsproduktion liefen.

Mit den beiden Berliner Folgen Anfang Juli folgen dann die 3sat-Wiederholungen Nummer 16 und 17.

TATORT-Classics

Für die Reihe „Tatort-Classics“ hatte der Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) 16 alte TATORTe, die sein Vorgängersender Sender Freies Berlin (SFB) zwischen 1971 und 1994 in die ARD-Gemeinschaftsproduktion eingebracht hat, restauriert und nach HD-Abtastung für die Zukunft gesichert. Diese wurden im letzten Sommer als Wiederholung gezeigt, für sehr viele unter diesen Folgen war das eine Wiederholung nach über 20 Jahren. Dass sich darunter auch einige Perlen befanden, konnten auch die TATORT-Fans feststellen, welche diese „vergessenen“ TATORTe bisher nicht kannten.

„Originalzustand herstellen“

Transit ins Jenseits - Klassiker des SFB von 1976, hier mit Götz George im BIld. Bild: rbb
Transit ins Jenseits – Klassiker des SFB von 1976, hier mit Götz George im BIld. Bild: rbb

Oberstes Ziel für den Sender dabei war, den Originalzustand der Filme wiederherzustellen, wie Thorsten Johanningmeier vom rbb im Interview erläuterte: „Wir wollten nur Fehler oder Schrammen am Material beseitigen, den Eindruck von damals aber unbedingt erhalten und keinen modernen Look erzeugen“. Johannigmeier erklärte weiter, dass die Filme im originalen Bildformat 4:3 geblieben sind, technisch aber ins „Pillarbox-Format“ gewandelt wurden.

Diese Berliner TATORTe liegen in HD-Qualität vor und sind mit neuen Videotext-Untertitelungen versehen worden. Aus rechtlichen Gründen sei es nicht möglich, die historischen Folgen in die Mediathek einzustellen.