Vom Grundschema des Krimi-Genre zum Fernsehereignis

Neuer Aufsatz von TATORT-Experte Hendrik Buhl

Ein solches Verhör wie hier im Tatort KINDERLIEB ist nach Buhl ein sehr prägendes Motiv für das Krimirgenre. Oft nehmen die Kommissare entgegengesetzte Haltungen ein, spielen "Good cop, bad cop". Bild: WDR
Ein solches Verhör wie hier im Tatort KINDERLIEB ist nach Buhl ein sehr prägendes Motiv für das Krimirgenre. Oft nehmen die Kommissare entgegengesetzte Haltungen ein, spielen "Good cop, bad cop". Bild: WDR

Ein für TATORT- und Krimifans sehr interessanter Aufsatz ist kürzlich im Sammelband „Handbuch Filmgenre“ erschienen. Vom Grundschema des Krimi-Genre zum Fernsehereignis TATORT reicht der Fokus des Aufsatzes „Der Kriminalfilm: Polizei/Detektiv“ von Medienwissenschaftler Dr. Hendrik Buhl. Der Aufsatz klärt auch die Frage: warum werden Assistenten stets mit ermüdenden Aufgaben betraut?

Buhls Arbeit ist im von Prof. Dr. Marcus Stiglegger herausgegebenen Sammelband mit dem Titel „Handbuch Filmgenre“ erschienen
Buhls Arbeit ist im von Prof. Dr. Marcus Stiglegger herausgegebenen Sammelband mit dem Titel „Handbuch Filmgenre“ erschienen

Der Beitrag befasst sich mit den Grundstrukturen, zentralen Motiven, Standardsituationen und dem Figureninventar des Kriminalfilms. Das simple Grundschema des Krimis sowie die verschiedenen Formen der Spannungsdramaturgie werden erläutert. Der Beitrag behandelt auch die Ideologie des Genres Krimi, beispielsweise die interessante Frage, ob der ideologische Kern des genrebeherrschenden Polizeikrimis immer noch „Verbrechen lohnt sich nicht“ („Crime doesn`t pay“) lautet oder ob dieses Prinzip mittlerweile aufgeweicht ist.

Vom Grundschema des Krimi-Genre zum Fernsehereignis TATORT – Motive, Figuren, Verhöre

In seinem neuen Aufsatz erläutert Autor Dr. Hendrik Buhl u.a. die Geschichte und die grundlegenden Regeln verbrechensbezogener Erzählungen sowie ihre Motive und Standardsituationen. Buhl identifiziert (die Befragung) und das Verhör als ein sehr prägendes Motiv für das Genre Krimi und beleuchtet es exemplarisch.

Außerdem stellt der Autor die wichtigsten Krimifiguren und ihre Aufgaben vor, darunter bspw. die Hilfskommissare, die von den hauptamtlichen Ermittlerinnen und Ermittlern mit dem ermüdenden Sichten von Überwachungsvideos betraut werden.

Der Medienwissenschaftler Dr. Hendrik Buhl ist TATORT_Experte und hat nun eine neue Publikation vorgelegt.
Der Medienwissenschaftler Dr. Hendrik Buhl ist TATORT_Experte und hat nun eine neue Publikation vorgelegt.

Der Regensburger TATORT-Forscher Buhl ist ausgewiesener TATORT-Experte und hat mit einer Arbeit über die gesellschaftspolitischen Themen in der Krimireihe TATORT 2013 promoviert.  Über brisante Themen im TATORT referierte er damals auch auf der ersten internationalen TATORT-Tagung in Göttingen.

Folgerichtig beschäftigt sich Buhl in seiner neuesten Fachpublikation wieder mit dem beliebtesten Genre der Deutschen – dem Krimi. Doch nicht nur das: Einen längeren Abschnitt des Aufsatzes widmet er dem TATORT als letztem großen fiktionalen Fernsehereignis.

Vom Grundschema des Krimi-Genre zum Fernsehereignis TATORT – Online und bald als Buch

Der Text ist Teil eines von Prof. Dr. Marcus Stiglegger beim Verlag Springer/VS herausgegebenen Sammelbandes mit dem Titel „Handbuch Filmgenre“. Die einzelnen Beiträge sind online abrufbar. Ende des Jahres soll der Sammelband auch gedruckt vorliegen.