Villa aus Klassiker-Tatort REIFEZEUGNIS wurde abgerissen

Die legendäre Villa aus dem ostholsteinischen Bosau war 1976 Drehort für den Tatort REIFEZEUGNIS. 42 Jahre danach wurde die in die Jahre gekommene Villa abgerissen. Die Fotos entstanden im Sommer 2018, kurz vor dem Abriss. Fotos: Tatort-Fundus/PVB
Die legendäre Villa aus dem ostholsteinischen Bosau war 1976 Drehort für den Tatort REIFEZEUGNIS. 42 Jahre danach wurde die in die Jahre gekommene Villa abgerissen. Die Fotos entstanden im Sommer 2018, kurz vor dem Abriss. Fotos: Tatort-Fundus/PVB

Betrübliche Nachricht für Tatort-Nostalgiker. Die Villa aus dem Klassiker-Tatort REIFEZEUGNIS wurde abgerissen. Dem Abriss im November 2018 vorangegangen waren ein langer Verfall des idyllisch gelegenen Hauses am Großen Plöner See und vergebliche Versuche, das Haus zu verkaufen.

Zeitungen (Leipziger Volkszeitung, moderne Regional) meldeten im November 2018, dass nun die REIFEZEUGNIS-Villa abgerissen wurde.  Dem Zeitungsbericht zufolge musste das Haus weichen, um den Bau von 6 neuen Wohnungen zu ermöglichen. Lange Zeit stand das Haus zum Verkauf – vergeblich.

Für das legendäre Haus, in welchem im Sommer 1976 Regisseur Wolfgang Petersen den Klassiker REIFEZEUGNIS mit Nastassja Kinski, Christian Quadflieg und Judy Winter drehte, wollte kein Interessent mehr zahlen.

Sicher lag das auch an dem üppigen Preis – da half auch der “Tatort-Bonus” nicht mehr. Das Haus war in die Jahre gekommen und hatte unübersehbar einen erhöhten Renovierungs-, Modernisierungs und Sanierungsbedarf.

Villa aus Klassiker-Tatort REIFEZEUGNIS wurde abgerissen – ein Schmuckstück

Trotzdem war die Immobilie ein Schmuckstück. Schon der Ausblick von der Terrasse auf den Großen Plöner See mutete im Film schon paradiesisch, ja unbezahlbar, an. Zutreffend wurde die Immobilie dann vom Makler als “Juwel am Großen Plöner See” bezeichnet. Das Haus trohnte dort regelrecht auf einem kleinen Berghang.

Vom Grundstück gab es einen wunderschönen Ausblick auf den Großen Plöner See: Die legendäre Villa aus dem ostholsteinischen Bosau war 1976 Drehort für den Tatort REIFEZEUGNIS. 42 Jahre danach wurde die in die Jahre gekommene Villa abgerissen. Die Fotos entstanden im Sommer 2018, kurz vor dem Abriss. Fotos: Tatort-Fundus/PVB
Vom Grundstück gab es einen wunderschönen Ausblick auf den Großen Plöner See: Die legendäre Villa aus dem ostholsteinischen Bosau war 1976 Drehort für den Tatort REIFEZEUGNIS. 42 Jahre danach wurde die in die Jahre gekommene Villa abgerissen. Die Fotos entstanden im Sommer 2018, kurz vor dem Abriss. Fotos: Tatort-Fundus/PVB

Die letzten Bewohner waren ein Zahnarzt-Ehepaar aus Bordesholm, die 2012 für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) die Türen öffneten und Dreharbeiten im Haus ermöglichten. In den letzten Jahren waren mehrfach hartgesottene Tatort-Fans in das Dorf Bosau am Großen Plöner See gepilgert, um das Haus aufzusuchen.

Das Juwel war 1965 vom Hamburger Architekt H. Hagge gebaut worden: 242 Quadratmeter Wohnfläche im Retro-Charme der 1960er Jahre, Schwimmbad und Sauna im Keller, drei Kamine, eine riesige Terrasse.  Außerdem: Travertin-Steinboden, im Wohnzimmer ein Panoramafenster mit atemberaubenden Ausblick auf den See, dort große Terrasse und ein Außenkamin aus Basaltsteinen. Im Untergeschoss ein Wellnessbereich und eine Gästewohnung (65m2) , zusätzlich mit einer 80m2 großen Doppelgarage und wenige Schritte zum See. Das Haus war nach Süden und Westen ausgerichtet und stellte so eine maximale Sonnenscheinzeit sicher.

Bildergalerie – die “Reifezeugnis”-Villa im Sommer 2018

Villa aus Klassiker-Tatort REIFEZEUGNIS wurde abgerissen – die nächste Wiederholung

Die nächste Wiederholung von REIFEZEUGNUS läuft am 7. Januar 2019 im rbb-Fernsehen: Das Foto zeigt Sina (Nastassja Kinski). Sie sagt "Das ist Unzucht mit Abhängigen", meint es aber natürlich nicht ernst - schließlich liebt sie ihren Lehrer, den Studienrat Helmut Fichte (Christian Quadflieg). Bild: NDR/Telepress
Die nächste Wiederholung von REIFEZEUGNUS läuft am 7. Januar 2019 im rbb-Fernsehen: Das Foto zeigt Sina (Nastassja Kinski). Sie sagt “Das ist Unzucht mit Abhängigen”, meint es aber natürlich nicht ernst – schließlich liebt sie ihren Lehrer, den Studienrat Helmut Fichte (Christian Quadflieg). Bild: NDR/Telepress

Amüsant und nur den hartgesottenen Fans wird dieses Aperçu Freude bereiten: Fotos aus der Leipziger Volkszeitung (!) zeigen, dass das Bauunternehmen, welches mit den Abrissarbeiten beauftragt ist, BOYSEN heisst. BOYSEN ist ganz zufällig auch der Nachname des jungen Darstellers, den Nastassja Kinski als Sina Wolf im legendären Krimi tötete…..

Wer das Haus noch im gut erhaltenen Zustand sehen möchte, hat bei der nächsten Wiederholung am 7. Januar im rbb-Fernsehen nun die Gelegenheit. Der Berliner ARD-Sender hat den Tatort um 22 Uhr 05 im Programm.