Polizeiruf 110 DER FALL SIKORSKA – Interview mit dem Autor Bernd Lange

POLIZEIRUF 110 AUS FRANKFURT/ODER

Ein Autor des Polizeirufs DER FALL SIKORSKI: Bernd Lange © rbb/Gerald von Foris
Ein Autor des Polizeirufs DER FALL SIKORSKI: Bernd Lange © rbb/Gerald von Foris

“Das Besondere an dieser Geschichte ist für mich, dass sie an der deutsch-polnischen Grenze spielt”

Lesen Sie mehr im Interview mit dem Autor Bernd Lange über die Hintergründe zu diesem Polizeiruf 110.

Der Wahlberliner Bernd Lange wurde 1974 in Herrenberg in Baden-Württemberg geboren. Im Jahr 2003 schloss er sein Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg im Fach Drehbuch ab. Seither hat der Drehbuchautor und Regisseur zahlreiche Nominierungen und Preise für diverse Film- und Fernsehproduktionen erhalten. Darunter den “Preis der deutschen Filmkritik”. Neben den international erfolgreichen Kinofilmproduktionen verfasste Lange zudem Drehbücher für deutsche Fernsehfilme und -serien. Im Jahr 2018 wurde Bernd Lange gemeinsam mit Hans-Christian Schmid mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie “Bestes Buch” für die ARD-Produktion DAS VERSCHWINDEN  ausgezeichnet. DER FALL SIKORSKA ist seine erste Drehbucharbeit für die ARD-Reihe “Polizeiruf 110”. 

Sie haben zusammen mit Hans-Christian Schmid das Drehbuch geschrieben. Wie kann man sich die Zusammenarbeit von zwei Autoren an einer Geschichte vorstellen?

Es gibt sicher viele Wege, wie man zu zweit an einer Geschichte arbeiten kann. Über unsere langjährige Zusammenarbeit haben Hans-Christian Schmid und ich für uns herausgefunden, dass wir uns ausführlich besprechen müssen, um die Geschichte im Groben vor Augen zu haben. Mit den Notizen dazu teilen wir uns die Arbeit hälftig auf. Am Ende setzen wir die beiden Teile zusammen und überarbeiten, wenn uns etwas unstimmig erscheint. Dies zieht sich als Prozess bis zum drehfertigen Buch durch.

Was ist für Sie das Besondere an diesem Drehbuch?

Das Besondere an dieser Geschichte ist für mich, dass sie an der deutsch-polnischen Grenze spielt und wir Einblicke in die sehr unterschiedlichen Lebensentwürfe der Menschen bekommen, die nur einen Steinwurf voneinander entfernt leben. Die Biografien von Sikorski und Heise, die sich so unterschiedlich entwickeln, ihr Ressentiment und das sich gegenseitige Beäugen.

Sie haben schon mehrfach mit Hans-Christian Schmid zusammengearbeitet. Was schätzen Sie an ihm?

Ich glaube, Hans-Christian Schmid und ich haben meistens eine sehr ähnliche Vorstellung, was das für uns Interessante an einer Geschichte ist und wie wir sie erzählen wollen. Wir sind in der Lage, im guten Sinne so lange über eine Geschichte zu streiten, bis wir beide zufrieden sind. Da Hans-Christian die Drehbücher auch meistens inszeniert, herrscht bei mir ein blindes Vertrauen, dass der Film der Intention des Drehbuchs folgt. Über unsere langjährige Zusammenarbeit ist natürlich eine wichtige Freundschaft entstanden.

Das Interview stammt aus der Pressemappe des Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) anlässlich der Erstsendung des Polizeirufs im November 2018